Burgebrach – Das östliche Tor zum Steigerwald
Gelegen am Zusammenfluss von Mittlerer und Rauher Ebrach bildet der Markt Burgebrach den östlichen Zugang zum Naturpark Steigerwald. Direkt an der Bundesstraße 22 auf halber Strecke zwischen der Welterbestadt Bamberg und Ebrach verbindet der Ort eine verkehrsgünstige Lage mit reizvoller fränkischer Landschaft.
Über 1000 Jahre Geschichte
- 1023 – Erste Erwähnung: Der Ort wird erstmals als „Urbs Ebraha“ urkundlich genannt. Kaiser Heinrich II. schenkt Burgebrach dem Bistum Würzburg.
- 1377 – Bamberger Ära: Das Bistum Würzburg verkauft den Ort an das Hochstift Bamberg. Als Urpfarrei für mehr als 40 Orte der Umgebung übernimmt Burgebrach früh eine zentrale Rolle in der Region.
- 1472 – Verleihung des Marktrechts: Am 21. August 1472 verleiht der Bamberger Bischof Georg von Schaumburg Burgebrach das Marktrecht.
- 1499 – Befestigung mit Weitsicht: Auf Anordnung des Bischofs werden drei Wehrtürme erbaut – als Ausgleich erhalten die Bürger einen Steuererlass. Einer vollständigen Stadtmauer bedurfte es nicht: Das sumpfige Flussdelta der beiden Ebracharme bot über Jahrhunderte natürlichen Schutz vor Angreifern, sodass der Markt von den Hussiten- und Bauernkriegen verschont blieb.
- 1550–1706 – Kriege und Not: 1550 überfällt der berüchtigte Markgraf Albrecht Alcibiades den Markt. Im Dreißigjährigen Krieg wird Burgebrach am 16. Februar 1632 von schwedischen Truppen geplündert und niedergebrannt. 1706 folgen schwere finanzielle und materielle Abgaben an französische Truppen.
- 1803 – Übergang an Bayern: Mit dem Reichsdeputationshauptschluss endet die Zugehörigkeit zum Hochstift Bamberg (das seit 1500 Teil des Fränkischen Reichskreises war), und Burgebrach fällt an Bayern.
Vielfalt in 27 Ortsteilen
Das heutige Gemeindegebiet entstand maßgeblich während der bayerischen Gebietsreform in den 1970er Jahren. Zuvor gehörte neben dem Hauptort lediglich das kleine Försdorf zu Burgebrach.
Die schrittweise Zusammenführung der Ortsteile:
- 1. Januar 1972: Eingliederung von Grasmannsdorf, Mönchsambach (mit Dippach und Wolfsbach), Oberköst (mit Hirschbrunn, Küstersgreuth und Tempelsgreuth), Stappenbach, Treppendorf, Unterneuses (mit Failshof) sowie Vollmannsdorf (mit Dürrhof, Klemmenhof, Krumbach, Manndorf und Schatzenhof).
- 1. Januar 1976: Beitritt der ehemaligen Gemeinde Mönchherrnsdorf (mit Büchelberg und Magdalenenkappel).
- 1. Januar 1978: Eingliederung von Oberharnsbach (mit Unterharnsbach).
- 1. Mai 1978: Eingemeindung von Ampferbach (mit Dietendorf).
Heute präsentiert sich der Markt Burgebrach als lebendige Großgemeinde, die historische Tradition mit moderner ländlicher Lebensqualität vereint.