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Rathaus

Ursprünglich stand an der Stelle des uns heute bekannten Baudenkmals mit dem sogenannten "Oberen Tor", eines von drei Toren, das dem Ort als Befestigung und damit als Schutz vor Eindringlingen diente. Unter diesem "Oberen Tor" wurden früher die Gemeidenversammmlungen auf offener Straße abgehalten. Man hatte zwa eine Ratsstube im Torhaus, aber mit der Zeit waren die Aufgaben gewachsen und so wurde 1720 an diesem Platz schließlich ein richtiges Rathaus gebaut.  Als Napoleon mit seinem Heer nach Russland zog hielt er in diesen Räumen Kriegsrat.

1950 bis in die 70er Jahre diente es als Landwirtschaftliche Berufsschule

Standgericht

Wenige Tage vor dem 13. April 1945, als die Amerikaner in Burgebrach einmarschierten, wurde im Sitzungssaal des Rathauses ein Standgericht errichtet. Links und rechts vor einem Tisch stand je ein Gewehr-Dreierbock. Zum Glück kam es zu keinem Urteil mehr. Im großen Torbogen lagerte in einer Kiste eine Fünf-Zentner-Bombe, denn das Rathaus sollte gesprengt werden. Direkt westlich vor dem Rathaus hatte der Volkssturm eine Panzersperre errichtet. Die Nachbarhäuser waren bereits geräumt. Zur vorgesehenen Sprengung kam es jedoch nicht mehr, da die Amerikaner von Ampferbach kommend anrückten.

Quelle: Flyer zur 300 Jahr Feier des Rathauses

VG Gebäude

Seit Gründung der VG (Verwaltungsgemeinschaft) am 1. Mai 1978 war die Kanzlei primitiv im 1. Stock des Alten Rathauses, im ehemaligen Schulsaal, untergebracht. Doch schon 1979 konnte der Grundstein für das neue VG-Gebäude gelegt werden. Nach Fertigstellung zog hier die gesamte Verwaltung ein. Im Bereich, wo das neue VG-Gebäude mit Brunnen jetzt steht, war vorher das Wohnhaus der Bauernfamilie Sebastian Bogensperger (Schulzenlang). Auch die nördlich dahinter stehenden Wirtschaftsgebäude mussten weichen. Das Ersatzwohnhaus der Familie Bogensperger steht jetzt in der Sandgasse 10.

Brunnen am Rathaus

Dieser Brunnen steht symbolisch als Lebensbaum vor dem Rathaus und dem VG-Gebäude. 1981 geschaffen ist er ein Werk des Bildhauers Reinhard Klesse, Viereth. Die vier örtlich bezogenen Geschichtsmotive zeigen: Die Urkundenverleihung im Jahre 1023 (Wildbann im Steigerwald), eine Szene von der Hohen Jagd, die Zehntabgabe sowie eine Darstellung vom Jahrmarkt.

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