Altes Krankenhaus

Wir stehen jetzt an der Wurzel von Burgebrach. Der Name Burgebrach leitet ab von Burg an der Ebrach. An der Stelle, wo jetzt das alte Amtsgerichtsgebäude sich befindet, stand früher die Burg. Als im Jahre 1490 ein schrecklicher Brand in Burgebrach wütete, fanden die obdachlosen Bewohner in der Burg Unterkunft. Im Bauernkrieg, 1525, wurde die Burg zerstört. Rund ein halbes Jahrhundert lag sie verwüstet. Der heutige Bau entstand um 1800. Bis 1930 war hier das Amtsgericht. Es war zuständig für 33 Gemeinden, 73 Orte, 11.245 Einwohnern.

Neues Krankenhaus

 Das neue Krankenhaus, die Steigerwaldklinik, oben am „Eichelberg” (Gemeindesee) ist seit dem 1. Januar 1998 in Betrieb. Der Umzug vom „alten“ - in das „neue Haus“, die Verlegung der Kranken geschah am 31. Dezember 1997. Doch bevor es soweit war, gab es ein Ringen, bezüglich der Wirtschaftlichkeit.: Entweder das alte Haus in der Ortsmitte wird großzügig modernisiert, was einen Kostenaufwand von zirka 60 Millionen erfordert hätte, oder ein totaler Neubau steht an.

Jetzt mehrte sich der Gedanke, ob man bei solch enormen Renovierungskosten doch nicht an einen Neubau denken sollte. Hier handelte der Landkreis weitsichtig, er entschied sich für einen Neubau. Das Grundstück oben am Eichelberg (Gemeindesee), im ganzen 10 ha. (Hektar), oder 100.000 qm, stellte der Markt Burgebrach dem Kreis unentgeltlich zur Verfügung.

Da ein totaler Neubau das einzig richtige war, liefen die Vorbereitungen auf vollen Touren. Geplant wurde nach dem neuesten Stand der medizinischen Technik. Bei der Größe hatten die Verantwortlichen 125 Betten im Auge. Doch nach dem damaligen Gesundheitsstrukturgesetz durfte nur ein Haus mit 116 Betten gebaut werden, was dann auch geschah.

Schließlich am 14. Oktober 1994 erfolgte der erste Spatenstich. Nach gut dreijähriger Bauzeit war es dann soweit. Die neue „Steigerwaldklinik“ präsentierte sich am 14.Dezember 1997 mit einem „Tag der offenen Tür“. Hier hatte die Bevölkerung Gelegenheit, das neue Krankenhaus zu besichtigen. An diesem Tag herrschte riesiger Andrang. Rund 10.000 Besucher wurden geschätzt. Die Gesamtkosten für den Neubau beliefen sich auf 70 Millionen DM (Deutsche Mark).

Um die Wirtschaftlichkeit des Hauses weiter zu stärken, erfolgte ein Anbau in Form eines Rondelles, der im Mai 2003 die kirchliche Weihe erhielt. Er enthält eine Praxis für Gefäßchirurgie, ein Sanitätshaus, einen Wellnissbereich, eine Praxis für Fußpflege, u. v. a.