Schwesternwohnheim

Für die eigentliche Krankenpflege waren die „Grauen Schwestern” vom Orden der Hl. Elisabeth, zuständig. Sie kümmerten sich um jeden Einzelnen. Es waren Schwestern, die aus Schlesien geflohen waren. Nach ihrem Abzug im Jahre 1964 durch das Mutterhaus übernahm der Malteserhilfsdienst die Krankenpflege. Anfang der 70er Jahre kamen indische Schwestern nach Burgebrach. Ihnen folgte weltliches Personal.

Weltliche Schwestern aber waren damals ziemlich schwer zu bekommen. Deshalb betrachtete es die Landkreisverwaltung als eine Notwendigkeit, weltliche Schwestern selbst auszubilden. Eine Schwesternschule in Burgebrach mit geräumigen Wohn - u. Lehrraum war jetzt eine dringende Notwendigkeit.

Die kirchliche Weihe des drei Stockwerk hohen und ziemlich langen Gebäudes durch Weih­bischof Martin Wiesend fand im Juli 1967 statt. In einer der ersten Gruppen waren zum Beispiel 15 Schwesternschülerinnen. Einige von ihnen hatten vorher schon einen anderen Beruf. Chefart Dr. Erich Stahl und später Chefarzt Dr. Volker Lotze sowie ein Arzt aus Bamberg und eine gut ausgebildete Krankenschwester leiteten die Schulungen. Selbstverständlich gehörte eine Fremdlehre in einem anderen Krankenhaus mit zur Ausbildung. Die Ausbildungszeit für eine Vollschwester betrug damals zwei Jahre. Später wurde die Ausbildungszeit auf drei Jahre erhöht.

Abbruch

Das erst wenige Jahrzehnte alte Schwesternwohnheim wurde zusammen mit dem anderen Krankenhausbau im Jahr 2000 abgebrochen. Zuvor feierte die Jugend von Burgebrach in diesem Gebäude noch kräftig den Jahrtausendwechsel an Silvester. Auch die vom Kreis errichteten Schweineställe und die Garagen wurden von den Baggern nieder gewalzt. Das gesamte Areal des alten Krankenhauses einschließlich des „Stengelhauses“ ging vorher durch Kauf an die Gemeinde über. Die Abbruchkosten, die nicht unerheblich waren, hatte die Gemeinde zu tragen.

Die Firma Math. Metzner aus Mühlendorf war hier die wenigst nehmende Firma.